1. Juli 2011 Pressemitteilungen

WDR-Kinderreporter drehen TV-Beitrag

Gütersloh. Muss man sehr schlau sein, wenn man für ein Kinderlexikon schreibt? Wie kommen die Texte und Bilder in den neuen Kinder Brockhaus? Wie entsteht überhaupt ein Kinderbuch? Darüber haben Lilli, Stefanos, Melina, Vanessa und Johannes als WDR-Kinderreporter einen Film gedreht. Für die fünf Drittklässler der Kapellenschule in Avenwedde lag der Drehort nur einen Fußmarsch entfernt: Sie statteten wissenmedia einen Besuch ab, dem Medienhaus, das den Kinder Brockhaus herausgibt. Punkt 19.30 Uhr, am Mittwoch, 29.6., saßen die fünf Nachwuchsreporter gebannt vor dem Fernseher, denn das wurde ihr Beitrag in der Lokalzeit OWL im WDR-Fernsehen ausgestrahlt.

 

So ein Dreh ist natürlich aufregend! Überpünktlich und voller Spannung erwarten die fünf Kapellenschüler im wissenmedia-Konferenzraum das dreiköpfige Fernsehteam. WDR-Mitarbeiterin Simone Nettingsmeier weiß, wie sich die Nervosität abbauen lässt. Sie erklärt den Nachwuchsreportern zunächst, wie sie die Handkamera bedienen und gibt Tipps zum richtigen Gebrauch des Mikrofons. „Und immer darauf achten, ob alle bereit sind“, appelliert sie an den Teamgeist.

Mit Mikrofon und Handkamera ausgestattet, geht es dann endlich durch die langen Flure zum ersten Interview. Auf dem Plan steht der Arbeitsplatz von Anke Braun. Noch etwas schüchtern ergreift Stefanos als Erster das Mikro und stellt der Leiterin der Kinderbuchredaktion seine Fragen. Ausführlich erzählt sie, dass sehr viele Personen an einer Buchproduktion beteiligt seien und dass bei ihr die Fäden zusammenlaufen. Die Redakteurin zeigt Korrekturfahnen in die Handkamera von Johannes und erläutert, dass von der Idee bis zum Druck eines Buches mindestens ein halbes Jahr vergeht.

Die zweite Station: das Büro von Jo Pelle Küker-Bünermann, DTP-Layouter und Illustrator bei wissenmedia. Er demonstriert am Bildschirm, wie die von ihm gezeichnete Figur „Kalle beim Breakdance“ am Computer farbig wird und schließlich auf den Seiten des Kinder Brockhaus landet. Auf Vanessas Frage: „Wie kommt es, dass Kalle immer wie Kalle aussieht?“ lautet seine Antwort: „Das ist ganz einfach. Am besten probiert ihr es mal selbst aus.“ Eifrig schnappen sich die Kinder Papier und Stift. „Ich starte immer mit den Augen“, leitet „Pelle“ die Kids an. Schritt für Schritt entstehen unter seiner Regie fünf „Kalle“, die unbestritten dem Original ähnlich sehen.

„Und wer schreibt die ganzen Texte?“ Das wollen Melina und ihre Mitschüler natürlich auch noch wissen. Sie lernen mit Christiane Güth eine der zahlreichen Autoren kennen, die für wissenmedia schreiben. Die Gütersloherin berichtet, dass sie gerne mal das Büro verlässt und zum Beispiel in Cafés oder in der Natur Ideen sammelt. Glaubhaft vermittelt sie, dass man kein Professor sein muss, um für ein Lexikon zu texten, aber die Inhalte immer auf ihre Richtigkeit überprüfen muss. „Beim Schreiben müssen wir besonders darauf achten, dass die Kinder unsere Texte auch verstehen“, sagt sie. „Wie denn?“, hakt Lilli nach. „Ich formuliere kurze Sätze und vermeide oder erkläre Fremdwörter. Ich stell‘ mir immer vor, wie es war, als ich Kind war“ verdeutlicht die Autorin. Zustimmendes Nicken allerseits. Und damit sind die Dreharbeiten beendet. Die Kinderreporter fiebern nun dem Sendetermin entgegen. Aus fast drei Stunden Filmmaterial wird ein vierminütiger Beitrag geschnitten, hier ist der Beitrag zu sehen:

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/06/29/lokalzeit-owl-kinderzeit.xml<br>

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Sonja Groß

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