8. Dezember 2011 Pressemitteilungen

Arvato infoscore setzt auf Kontinuität

Arvato infoscore setzt auf Kontinuität und unterstützt auch in diesem Jahr Menschen in schwierigen Situationen

Baden-Baden. Arvato infoscore führt seine Weihnachtspendenaktion seit mehr als zehn Jahren durch und spendet auch in diesem Jahr 15.500 Euro an sechs soziale Einrichtungen und karitative Projekte. Dabei liegt im Sinne der Kontinuität der Schwerpunkt auf der Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und in Not geratenen Frauen in der Region Baden-Baden.

Mit den Spenden will das Unternehmen nach Vernehmen der Arvato infoscore Geschäftsführungsmitglieder Michael Weinreich, Wolfgang Hübner, Frank Kebsch und Volker Bornhöft seiner gesellschaftlichen Verantwortung als großer Arbeitgeber in der Region gerecht werden und knüpft damit an die Tradition des Hauses Bertelsmann an. „Wir sehen uns als Unternehmen verpflichtet, in der Region Baden-Baden unserer sozialen Verantwortung nachzukommen und uns finanziell, aber auch mit unserem Know-how unterjährig zu engagieren. Der Spendenscheck ist das äußere Zeichen des Dankes für ein außerordentliches Engagement und den hohen Stellenwert, den Arvato infoscore diesem beimisst. Eine funktionierende Gesellschaft braucht beides: Unternehmergeist und gesellschaftliches Engagement. Die Auswahl der Projekte treffen wir dabei ganz bewusst daraufhin, dass ein starker regionaler Bezug zum Unternehmen besteht und dass durch eine nachhaltige und partnerschaftliche Förderung Projekte auch langfristig planbar sind.“

Zum Empfängerkreis gehört zum ersten Mal der 1994 gegründete Verein CORA e.V. gegen sexuellen Missbrauch und Gewalt. Die 20 aktiven Mitglieder engagieren sich vor allem in der Beratung und Prävention des schon immer existierenden, aber in den vergangenen Jahren stärker als früher in der Öffentlichkeit thematisierten Themas. Der Verein bietet Selbsthilfegruppen für traumatisierte Frauen und Mütter suchtkranker oder -gefährdeter Kinder an. Anneliese Grenke, Vertreterin des Vereines, erläuterte: „Bei der Präventionsarbeit setzen wir bereits in Kindergärten und Grundschulen an, beispielsweise 2010 in Form eines Theaterprojekts mit dem Titel „Mein Körper gehört mir“, das bereits mehrfach in Grundschulen in Baden-Baden und Umkreis aufgeführt wurde. Künftig möchten wir – vor allem mit dem gespendeten Betrag – auch Hauptschulen spezielle Angebote in dieser Richtung unterbreiten.“

Arvato infoscore unterstützt auch in diesem Jahr das seit 2001 geförderte Patenprojekt „Power ohne Gewalt“ des benachbarten Stadtteilzentrums Briegelacker. Das Vorhaben gibt Jungen zwischen zehn und 16 Jahren die Möglichkeit, durch Sport- und Freizeitbeschäftigungen ihre Energie in die richtigen Bahnen zu lenken und soziale Kompetenzen wie Teamgeist, Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen zu stärken. Clemens Litterst, Fachbereichsleiter des Stadtteilzentrums, betonte: „Unsere kontinuierliche Arbeit, wie z.B. der wöchentliche Jugendtreff, an dem regelmäßig ca. 15 Jugendliche auf freiwilliger Basis teilnehmen und Sport treiben oder gemeinsam kochen, hilft beim Aufbrechen typischen Rollenverhaltens und hat großen Einfluss auf die individuelle Persönlichkeitsentwicklung. Mehr Engagement ist dann auch langfristig bei anderen Aktionen oder in anderen Lebensbereichen spürbar.“  

Außerdem fördert Arvato infoscore seit 2001 die Theodor-Heuss-Förderschule in der unmittelbaren Nachbarschaft, die ca. 100 Kinder von der 1. bis zur 9. Klasse betreut, die unter einer generalisierten Lernschwäche leiden und bei denen das klassische Schulmodell nicht erfolgreich war. Seit diesem Jahr stehen Arvato infoscore und der im Hause tätige Caterer EUREST auch im Rahmen einer Kooperation mit insgesamt zwölf Unternehmen noch enger mit der Schule in Kontakt. Schülerpraktika anzubieten, ist hierbei eine Möglichkeit, junge Menschen darauf vorzubereiten, ihre Rechte und Pflichten im Alltag eigenverantwortlich und verlässlich wahrzunehmen. „Ziel ist immer – wenn irgendwie möglich – die Rückschulung“, erläuterte Schulleiter Wolfgang Sennhenn. „Derzeit sind wir auch dabei, zusammen mit örtlichen Vertretern eine allgemeine Ausbildung in Richtung Hotel- und Gaststättengewerbe zu konzipieren. Hier machen wir jedoch leider nur langsam Fortschritte“, so Sennhenn weiter. Der Aufbau von musisch-ästhetischen oder künstlerischen Profilen ermöglicht den Kindern Erfolgserlebnisse auf neuem Terrain, die andere Misserfolge wettmachen und durch den Aufbau von Selbstvertrauen auf andere Schulfächer positiv ausstrahlen. Mit der erneuten Spende wird 2012 der Schwerpunkt weiter auf das „Lernen mit allen Sinnen“ gelegt. „Beispielsweise sollen für die Percussion AG neue Instrumente angeschafft werden. Außerdem möchten wir den Schulgarten mit einem Gewächshaus und neuer Bepflanzung „wiederbeleben“, resümiert Sennhenn.

Seit 2008 im Empfängerkreis ist das Kinder- und Jugendheim Baden-Baden. 
Das heilpädagogische Heim der Jugendhilfe bietet die gesamte Bandbreite von der Grundschule bis zur (Werk-)Realschule. „Seit Jahren müssen wir immer früher in der Erziehungslaufbahn einschreiten und haben vermehrt Grundschüler als Internatsschüler“, stellte Heimleiter Hans-Peter Becker fest. Um den individuellen Bedürfnissen jedes hilfsbedürftigen und auffälligen Kindes gerecht zu werden, bietet es vielfältige pädagogische und schulische Hilfen – von der ergänzenden Familienhilfe, über eine Tagesschule bis hin zur Vollbetreuung im Internat. Sowohl musikalische Erziehung als auch körperliche Aktivitäten sind geeignete Instrumente, um die Entwicklung und das Selbstwertgefühl zu steigern. Der Heimleiter Hans-Peter Becker fuhr fort: „Mit der Spende planen wir – nach dem Aufbau einer Bläserklasse seit 2007 und einer sehr gut frequentierten und erfolgreichen Zirkus-AG seit 2010 – eine altersgerechte Pausengestaltung mit Bewegungsmöglichkeiten für die Kleinsten. Solche Aktionen sind aber nur über Spenden finanzierbar.“ 

Auf der Liste der Begünstigten steht außerdem seit mehreren Jahren das Frauen- und Kinderschutzhaus Baden-Baden/Rastatt. Über mangelnden Zulauf kann sich die Institution nicht beschweren: Im Jahresverlauf 2011 fanden insgesamt 95 Frauen mit 107 Kindern dort Zuflucht. Neu zu lernen, wie man ein geregeltes Leben ohne Gewalt führen kann und Hilfe zur Selbsthilfe, ist hier die wichtigste Aufgabe. Die 1. Vorsitzende des Trägervereins Margit Mutz und die stellvertretende Vorsitzende Rosemarie Ahlswede berichteten: „Mit der diesjährigen Spende planen wir die feste Übernahme einer Mitarbeiterin aus dem Projekt „Hauswirtschaftstraining“, wo scheinbar selbstverständliche Kompetenzen, wie beispielsweise das Führen eines Haushaltes, das Achten auf ausgewogene Ernährung, etc. eingeübt werden sollen. Das ist so nicht aus den Tagessätzen finanzierbar ist.“

Gefördert wird zudem der Verein „Leselust in Baden“, dessen Ziel es ist, Kindern und Jugendlichen Freude am Lesen und Lesekompetenz zu vermitteln und das Lesen in Kindergärten und Schulen zu fördern. Die Vertreterin des Vereins, Christiane Schell, berichtete von dem im Jahr 2011 durchgeführten Projekt in der Jugendarrestanstalt Rastatt: „Neben dem Aufbau und der Neuausstattung einer Bibliothek boten wir eine wöchentliche Lese- und Gesprächsrunde, um selbständiges Lesen als Schlüsselkompetenz für das berufliche Weiterkommen zu fördern. Der Zugang gestaltete sich aufgrund der wechselnden Teilnehmerinnen schwierig, aber wir haben zwei Mitarbeiterinnen gefunden, die erfolgreich waren. Als Ausblick für 2012: Die Spende wird im nächsten Jahr für ein Vorleseprojekt für Schüler mit Migrationshintergrund eingesetzt.“ 

Die Geschäftsführer von Arvato infoscore lobten die anwesenden Vertreter der geförderten Institutionen für ihren hohen Idealismus und ihr Engagement: „Wir danken Ihnen für Ihren Gemeinsinn und Ihre persönliche Hingabe und haben großen Respekt davor, dass Sie sich mit solchem Enthusiasmus für soziale Belange engagieren.“ Zum DRK-Zukunftskongress hatte das Deutsche Rote Kreuz in einer Emnid-Studie nachgefragt. Eines der Ergebnisse lautete, dass 24 Prozent, also rund 17 Millionen Bundesbürger derzeit ein Ehrenamt ausüben und genauso viele bereit wären, sich zu engagieren. Damit wäre dann fast jeder zweite in Deutschland Lebende ein „Ehrenamtlicher“.
 

 

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Sonja Groß

Marketing & Communications