8. September 2021

Arvato Supply Chain Solutions übernimmt Impfstofflogistik in Frankreich

Arvato Supply Chain Solutions ist einer der europaweit führenden Logistikdienstleister für thermosensible pharmazeutische und medizintechnische Produkte im Gesundheitswesen und ein ausgewiesener Spezialist in der Feindistribution – von unseren Lagern in Europa aus bedienen wir verschiedene Distributionskanäle, um Medizinprodukte an Krankenhäuser, Apotheken, Ärzte, Labore, Patienten oder Großhändler und Distributoren zu liefern. 

Je nach Bedarf lagern wir Produkte in den Temperaturbereichen -80 °C, -20 °C, +15 bis +25 °C oder +2 bis +8 °C und stellen durch zahlreiche Kontrollmechanismen die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und Herstelleranforderungen sicher.

Im Rahmen einer Ausschreibung des französischen Gesundheitsministeriums haben wir uns als Dienstleister für die Verteilung von Impfstoffen qualifiziert, die im Rahmen der Pandemiebekämpfung in Frankreich eingesetzt wurden. „Wir verfügen über eine jahrelange Erfahrung genau in diesem Bereich“, betont Emeric Crepin, Managing Director bei Arvato Supply Chain Solutions Frankreich.

Aus unserem Pharma-Logistikzentrum in Chanteloup-en-Brie, rund 30 Kilometer östlich von Paris, distribuieren wir täglich Produkte in allen Temperaturklassen für internationale Pharmakunden.

Emeric Crepin
Managing Director bei Arvato Supply Chain Solutions Frankreich

„Aus unserem Pharma-Logistikzentrum in Chanteloup-en-Brie, rund 30 Kilometer östlich von Paris, distribuieren wir täglich Produkte in allen Temperaturklassen für internationale Pharmakunden. Wir konnten zudem deutlich machen, dass Arvato für ein sehr hohes Qualitätsniveau steht und mit Bertelsmann eine finanziell solide Muttergesellschaft im Hintergrund hat.“ Von der hohen Qualität und den Prozessen konnte sich auch der französische Gesundheitsminister Olivier Véran überzeugen, der den Standort vorher besuchte.

Für den Transport bei dieser Art von Produkten, greifen wir auf ein Transportnetzwerk zurück, an das mehr als 150 Frachtführer/Carrier angeschlossen sind, um auf die geeignetste Transportlösung (abgestimmt auf das jeweilige Produkt, den Bestimmungsort und die Lieferzeit) zugreifen zu können.

Im Fall des Biontech/Pfizer-Produkts musste der Impfstoff innerhalb von 11 Stunden nach Entnahme aus der -80-Grad-Kühlung in sogenannten Super Freezern seinen Bestimmungsort und damit den Patienten erreichen. „Aufgrund des optimalen Verkehrsnetzes und der Nähe zu den Flughäfen in Paris, waren wir in der Lage, den Impfstoff so schnell und so sicher wie möglich im ganzen Land zur Verfügung zu stellen“, erläutert Nicolas Virmoux, General Manager Healthcare bei Arvato Supply Chain Solutions Frankreich.

Aufgrund des optimalen Verkehrsnetzes und der Nähe zu den Flughäfen in Paris, waren wir in der Lage, den Impfstoff so schnell und so sicher wie möglich im ganzen Land zur Verfügung zu stellen.

Nicolas Virmoux
General Manager Healthcare bei Arvato Supply Chain Solutions Frankreich

Aufgrund des geografisch großen Gebietes, das wir in Frankreich bedient haben, waren wir für einige Zielorte auf Flugzeuge angewiesen, um den Impfstoff rechtzeitig zu liefern. Für die Impfstoffdistribution nutzten wir verschiedene Frachtführer. Als Arvato Supply Chain Solutions nahmen wir die Flugzeuge von Bertelsmann genauso unter Vertrag wie die von anderen Carriern.

Die Flugzeuge sind – wie alle eingesetzten Transportmittel – für den Transport qualifiziert und verfügen bei Bedarf über die richtige Ausrüstung und das notwendige Personal.

Gesundheitsministerium bestimmte Distribution an Empfänger

Emeric Crepin: „Wir übernahmen die Verteilung aller Impfstoffe, die für Frankreich bestimmt waren und von der zuständigen EU-Kommission im Rahmen der Europäischen Impfstoffinitiative bei den entsprechenden Herstellern geordert wurden. Während der Biontech/Pfizer-Impfstoff von vier weiteren Dienstleistern distribuiert wurde, wurde die Lagerung und der Versand des Moderna-Produkts nur von Arvato Supply Chain Solutions abgewickelt.“

Neben den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna, hatte die Europäische Kommission mit vier weiteren Pharmaunternehmen(AstraZeneca, Sanofi-GSK, Johnson & Johnson sowie Curevac) Vereinbarungen über den Ankauf potenzieller Impfstoffe gegen COVID-19 getroffen, sobald diese die klinischen Prüfungen bestanden haben und von der European Medicines Agency (EMA) freigegeben wurden.

Nicolas Virmoux: „Impfzentren, Krankenhäuser oder Altenpflegeheime konnten bei uns aber keine Impfstoffe direkt anfordern. Wann und wohin die Impfstoffe ausgeliefert werden sollten, gab vielmehr unser Auftraggeber, das französische Gesundheitsministerium, vor. Nach dessen Plänen richteten wir unsere täglichen Auslieferungsprozesse aus und distribuierten die Impfstoffe termingerecht an die Empfänger.“