Mit gebündelter Kompetenz Großprojekte managen

Der Einsatz von Automatisierungstechnologie ist in der Logistik auf dem Vormarsch. Auch Arvato Supply Chain Solutions setzt zunehmend auf die Automatisierung seiner weltweiten Standorte. Um für seine Kunden dabei die jeweils passende Lösung im komplexen Markt der Lagerautomatisierung schnell, bedarfsgerecht und herstellerunabhängig zu finden, hat das Unternehmen seine Kompetenzen im Bereich Logistics Engineering gebündelt. Die zentrale Abteilung verzahnt operative Logistikerfahrung und tiefgehendes Wissen über Automatisierungstechnologie mit weitreichendem Standort-Know-how.

„Getrieben wird der Einsatz von automatisierten Lagerlösungen aktuell vor allem durch, starke Mengensteigerungen im Onlineshopping mit hohen Peak-Volumina, dem wunsch nach einer möglichst kurzen Liefergeschwindigkeiten, und individuelle Kundenwünsche, aber auch durch einen zunehmenden Mangel an qualifiziertem Lagerpersonal und Fachkäften“, erläutert Philipp Rücker, Head of Client Logistics Solutions bei Arvato Supply Chain Solutions

„Dadurch ergeben sich Anforderungen an die Logistik und das Fulfillment, die sich mit manuellen Prozessen häufig nicht mehr umsetzen lassen.“ Für Arvato Supply Chain Solutions ist die Automatisierung zudem ein wichtiger Baustein in der aktuellen Digitalisierungsstrategie.

Moderne Automatisierungstechnologie ist der Schlüssel, um die Digitalisierung in die physische Logistik zu übertragen.

Philipp Rücker
Head of Client Solutions bei Arvato Supply Chain Solutions

Automatisierung ist dabei allerdings nie ein Selbstzweck. Die Auswahl einer passenden Lösung erfordert vielmehr eine umfassende Analyse und das Prüfen aller Anforderungen aus verschiedenen Perspektiven. „Im Kern arbeiten wir wie ein externes Consulting-Unternehmen. Wir gehen ganzheitlich an Logistik- und Automatisierungsprojekte heran, erfassen die vorhandene Infrastruktur und bewerten die erforderlichen Einzelprozesse“, sagt Philipp Rücker.

Um den Automatisierungsgrad eines Standorts in Bezug auf Personal- und Kapazitätsbedarf, Produktivität, Platzbedarf und die erforderlichen Investitionen definieren zu können, werden beispielsweise detailliert Prozesse, Merkmale und Bestellmuster sowohl für B2B- als auch B2C-Geschäfte untersucht, Zukunftsprognosen erstellt und alles in enger Abstimmung mit dem Kunden bewertet – auch mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit.

Philipp Rücker: „Ob letztlich in eine voll- oder teilautomatisierte Lösungim Warehouse investiert wird, muss bei jedem Projekt immer gemäß den jeweiligen Anforderungen entschieden werden. Wichtig ist für uns aber, dass die Lösung flexibel und skalierbar ist und zu den Bedürfnissen des Kunden und Standort passt.“

Bernhard Lembeck - Head of Future Warehouse bei Arvato Supply Chain Solutions

Um dabei stets auf dem aktuellen Stand der technologischen Entwicklung zu sein, screenen die Experten aus dem Logistics Engineering permanent die aktuellen Marktentwicklungen, Automatisierungstechniken und Innovationen. Das Spektrum reicht von automatischen Lager- und Bereitstellungssystemen wie AutoStore oder Shuttles, fahrerlosen Transportsystemen und mobilen Transportrobotern über Verpackungsmaschinen bis hin zu 3-D-Kameratechnik zur automatischen Bilderkennung im Warenein- und ‑ausgang oder bei den Retouren.

„Je nach Anwenderfokus und Potenzial können wir ziemlich schnell erkennen, welche Automatisierungslösungen für welchen Kunden Sinn machen“, betont Bernhard Lembeck Head of Future Warehouse.

Für Umsetzung von Großprojekten Kompetenz in Expertenteams gebündelt

Der Bereich Logistics Engineering verfügt zudem über Tools, wenn es um Standortauswahl, Logistik-Design und die Projektentwicklung von Warehouses geht. So ist Arvato in allen internationalen Logistik-Hotspots vertreten und kann im Rahmen der Netzwerkplanung seinen Kunden optimale Lagen für deren Logistik- und Distributionszentren bieten. Allein im vergangenen Jahr wurde das weltweite Standort-Netzwerk durch die Eröffnung neuer Standorte und die Erweiterung bestehender Distributionszentren um mehr als 100.000 Quadratmeter Logistikfläche ausgebaut.

„Aktuell haben wir mehrere Großprojekte in unserer Auftragspipeline“, sagt Philipp Rücker. „An unserem neuen Standort in Memphis setzen wir beispielsweise gerade ein Automatisierungsprojekt für den Bereich Healthcare um.“ Dort wird Arvato künftig für eines der weltweit führenden Medizintechnik-Unternehmen die komplette Logistik und Distribution in den USA verantworten.

Dazu wird der 20.000 Quadratmeter große Standort um weitere 10.000 Quadratmeter Lagerfläche erweitert und als Herzstück der Lagerautomatisierung ein modernes AutoStore-System mit 50.000 Behälterplätzen und 52 Robotern installiert. „Dass wir dieses Projekt während der Corona-Einschränkungen starten und umsetzen konnten, grenzt fast schon an ein Wunder“, beschreibt Philipp Rücker die enormen Herausforderungen für alle Beteiligten. So war das Expertenteam, das Arvato zur Umsetzung solcher Großprojekte aus den verschiedenen Abteilungen und Industrien zusammenstellt, nicht wie üblich vor Ort, sondern nur „ferngesteuert“ eingebunden.

„Die Koordination des Teams aus Bereichen wie Logistics Engineering, Healthcare und IT und mit Mitarbeitern aus Deutschland, Italien, und den Niederlanden war unter Corona-Bedingungen unglaublich herausfordernd“, sagt Philipp Rücker. „Zugute gekommen ist uns aber unsere Erfahrung aus anderen AutoStore-Umsetzungen und dass die Kompetenzbündelung im Team hervorragend klappt. Wir werden mit jedem Projekt besser und schneller.“

Gestemmt wird aktuell auch eine große Reorganisation der Logistikprozesse am Healthcare-Standort Harsewinkel im Kreis Gütersloh. Philipp Rücker: „Dort installieren wir im laufenden Betrieb ein neues Shuttle-System.“ Vorausgegangen war dem Projekt eine ausführliche Analyse der Bestands- und Ausliefermengen und der Struktur der Produkte durch die Experten aus dem Logistics Engineering. Da in Harsewinkel sehr unterschiedliche Mandanten betreut werden, für deren Produkte sich keine ausgeprägte ABC-Verteilung vorhersehen lässt, eignete sich letztlich eine Shuttle-Lösung besser, da für den schnellen direkten Zugriff auf die Produkte keine Vorlaufzeit benötigt wird, um wie im AutoStore die Artikel aus einem tiefer gelegenen Fach nach oben zu holen.

Die Umsetzung im laufenden Betrieb ist komplexer und erfordert immer eine längere Implementierungsphase.

Philipp Rücker
Head of Client Solutions bei Arvato Supply Chain Solutions

Automatisierungsprojekte als Blueprint-Modelle

Die Automatisierungslösungen, die von den Standort-, Automatisierungs- und Logistikplanungsexperten von Arvato Supply Chain Solutions individuell abgestimmt auf die jeweiligen Anforderungen der Kunden konzipiert und realisiert werden, fungieren gleichzeitig immer auch als Blueprint-Modell. In agilen Arbeitsgruppen zwischen IT, Einkauf, Logistik Engineering und Operations werden die Blueprint Modelle dann an die neue Kundenprojekte angepasst und weiterentwickelt. Das bedeutet, sie können komplett oder entsprechend modifiziert für weitere Kunden aus anderen Industrien und an weiteren Standorten im weltweiten Netzwerk von Arvato Supply Chain Solutions umgesetzt werden. Bernhard Lembeck: „Die Standardisierung von Logistikprozessen und IT-Integration ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Einführung von automatisierten Lösungen. Für die industrieübergreifende und internationale Portierbarkeit oder den Einsatz an einem Multi-Mandanten-Standort legen wir aber auch auf Flexibilität und Skalierbarkeit extrem großen Wert.“

Bei der Konzeption neuer Automatisierungslösungen steht zudem eine enge Zusammenarbeit mit den Kunden im Fokus. Neue Ansätze und Ideen zur Digitalisierung und Automatisierung werden in gemeinsamen Pilotprojekten getestet. „Ein interessantes Feld sind beispielsweise Entwicklungen und Innovationen rund um die Robotik und neuen Möglichkeiten der Imagerecognition., weil sich sehr vieles, was wir in unseren Prozessen messen müssen, auch mit Kameratechnik umsetzen lässt“, sagt Philipp Rücker. „Aber wir beobachten auch, wie stark sich der zunehmende Arbeitskräftemangel auswirkt und wie wir das mit Automatisierungstechnologie auffangen, um die vorhandenen Mitarbeiter dann für Aufgaben mit höherer Wertschöpfung einzusetzen.“

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