Komplexität & Risiken entlang der Supply Chain erfolgreich managen

Customs and Trade

Die Komplexität globaler Supply Chains nimmt stetig zu, unsere Kunden und deren Kunden sind auf immer mehr Kanälen präsent. Immer mehr Unternehmen agieren länderübergreifend und verschicken ihre Waren rund um die Welt. Jedes Land hat seine eigenen Handels- und Steuervorschriften. Hinzu kommen internationale Regularien, die es einzuhalten gilt. Aufgrund der hohen Komplexität ist entsprechend große Expertise notwendig. Der Brexit ist aktuell das perfekte Beispiel dafür. Fundierte Customs & Trade Services werden zunehmend zu einem differenzierenden Faktor im Marktumfeld. Die Abteilung Customs & Trade sorgt bei Arvato Supply Chain Solutions dafür, dass die Waren unserer Kunden im Ausland auch da ankommen, wo sie erwartet werden.

Lisa Marx, Senior Manager Customs & Trade bei Arvato SCM Solutions

Warehousing und Transport sind ein wichtiger Teil dieses Prozesses, doch was passiert, wenn die Ware an der Grenze ankommt und nicht ins Land gelassen wird, weil Dokumente nicht korrekt oder unvollständig ausgefüllt wurden? Sie hängt beim Zoll fest und muss abgeholt und nachbehandelt werden. Im schlimmsten Fall bekommt der Empfänger sie viel zu spät oder sogar gar nicht. Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, arbeitet die Abteilung Customs & Trade sehr gewissenhaft daran, alle Dokumente rechtzeitig und korrekt abzuliefern, so dass die Kunden von Arvato Supply Chain Solutions sich darauf verlassen können, dass an der Grenze alles klappt. Dabei liegt das Hauptaugenmerk vor allem auf Ländern außerhalb der EU. „Da der Warenverkehr innerhalb der EU grundsätzlich frei ist, ist dieser Prozess relativ einfach. Wir konzentrieren uns beim Thema Export daher auf den Transport von Waren aus Deutschland in so genannte Drittländer und stellen sicher, dass auch diese Lieferungen sicher und pünktlich am Bestimmungsort ankommen.“, erklärt Lisa Marx, Senior Manager Customs & Trade bei Arvato Supply Chain Solutions. 

Während für den Warenversand innerhalb der EU in der Regel keine  Dokumentenanforderungen einzuhalten sind, erfordert der Transport von Waren in Drittländer diverse Dokumente, wie z.B. das zentrale Ausfuhrbegleitdokument, aber unter Umständen auch  Ursprungszeugnisse, Warenverkehrsbescheinigungen oder Lizenzen. Hier unterscheiden sich die Anforderungen wiederum von Land zu Land, was die Aufgabe zusätzlich erschwert. „Ohne vollständige und korrekt ausgefüllte Papiere erreicht keine Sendung ihr Ziel. Daher müssen wir gerade im Datenmanagement sehr sorgfältig und akribisch arbeiten. Ansonsten endet der Transport schon an der Grenze“, weiß Marx. „Auch Großbritannien ist demnächst ein Drittland so wie die USA, Schweiz oder China. Damit werden wir bei diesen Verkehren auch deutlich mehr Dokumente erstellen und bearbeiten müssen“, sieht sie zusätzliche Arbeit auf sich und ihre Kollegen zukommen. „Zusätzlich zu unserem Tagesgeschäft sind wir beim Thema Brexit der zentrale Ansprechpartner im Unternehmen. Bei uns laufen die Informationen zusammen, werden sorgfältig analysiert und dann in Maßnahmen- und Strategieentwürfen verarbeitet“, berichtet Marx. Eine herausfordernde Aufgabe für die rund 20 Mitarbeiter, die sich im normalen Kunden- und Tagesgeschäft mit sämtlichen  zollrelevanten Themen und Außenhandelsangelegenheiten beschäftigen. Dazu gehören auch die „EU-Holzhandelsverordnung“ oder sehr spezielle Fragestellungen, wie zum Beispiel die  Notwendigkeit von SASO-Zertifizierungen von Kunststoffprodukten als oxo-biologisch abbaubar“ für  Warenlieferungen nach Saudi-Arabien. Der Brexit nimmt aufgrund seiner Aktualität sehr viel Aufmerksamkeit in Anspruch. „Das ist für uns vor allem eine Ressourcenfrage. Es kostet einfach sehr viel Zeit, sich auf alle denkbaren Szenarien  vorzubereiten. Umso wichtiger ist es daher, die verfügbaren Ressourcen optimal einzusetzen“, sagt Marx, die in der Abteilung sowohl die Import- als auch die Exportteams steuert. Ohne eine intensive Zusammenarbeit aller Abteilungen wäre diese Aufgabe auch kaum zu lösen.“

„Mit diesem Service schützen wir die Unternehmen vor enormen Schäden. Wir verhindern durch unsere extrem detaillierten Kontrollen, dass Sanktionen umgangen werden und bewahren unsere Kunden und uns selbst dadurch davor, diese Sanktionen – wenn auch unwissentlich – zu brechen. Da wir hier sehr genau arbeiten, gelten wir auch im Wettbewerb als der ‚Klassenprimus‘.“

 Zum Exportgeschäft gehört aber nicht nur der Versand, sondern auch die Einhaltung und Kontrolle von Außenhandels- und Compliance-Regelungen. Hier bietet die Abteilung Customs & Trade einen besonderen Service an: Staaten, Unternehmen und Personen, die von der EU, einer internationalen Organisation oder auf nationaler Ebene sanktioniert sind, dürfen gemäß entsprechender rechtlicher Vorgabe nicht mit Waren und Gütern beliefert werden. Um die Einhaltung dieser Auslieferungssperre sicherzustellen, werden alle eingehenden Bestellungen mit unterschiedlichen Sanktionslisten abgeglichen und bei Auffälligkeiten aussortiert. „Bei einem Stammdatensatz von 350 Millionen haben wir pro Halbjahr eine fünfstellige potentielle Trefferanzahl. In diesen Fällen prüfen wir jeden Stammdatensatz noch einmal einzeln. Ein extrem hoher Aufwand, der von den Kunden aber geschätzt wird. 

„Bei Compliance-Themen sind wir der Klassenprimus“

Im Vergleich zu den Exportzahlen fällt der Anteil der Importgeschäfte, d.h. die Einfuhr von Waren aus einem Drittland nach Deutschland, geringer aus. „Der Aufwand pro Vorgang ist aber auch hier nicht zu verachten, da wir uns in diesen Fällen um die Verzollung kümmern müssen. Im Auftrag unserer Kunden stellen wir den deutschen Behörden für jede Sendung alle notwendigen Informationen zur Verfügung und erhalten im Gegenzug einen Abgabenbescheid über zu zahlende Einfuhrabgaben, umfassend Zölle und Steuern. Erst nach Zahlung der erhobenen Einfuhrabgaben erhalten diese Waren den Status "Union Goods", und sind innerhalb der EU frei verfügbar.“ Seit der Gründung vor mehr als zehn Jahren ist die Abteilung stetig gewachsen und wächst weiter.

Lisa Marx sieht die Entwicklung auf einem sehr guten Weg: „Für Kunden weltweit sind wir mittlerweile der Spezialist, der sich nicht nur in den beiden Themen Logistik und Zoll außergewöhnlich gut auskennt, sondern der vor allem auch kundenindividuell agieren kann. Gepaart mit unserer Erfahrung und dem Know-how, dass wir uns erarbeitet haben, ist diese Kombination einmalig und macht uns für viele Unternehmen unentbehrlich. Es ist unser deklariertes Ziel, unsere Kunden beim Verbringen ihrer Waren bestmöglich und kompetent zu unterstützen. Wir arbeiten stetig daran, Güter und Waren auf Basis weitestgehend standardisierter Ablaufpläne in Drittländer zu verbringen, und dabei eine ausgewogene Balance hinsichtlich relevanter betriebswirtschaftlichen Aspekten zu gewährleisten. Wir glauben daran, gegenüber unseren Kunden einen echten Mehrwert durch die Erbringung von Customs & Trade Leistungen zu realisieren. Im selben Zuge möchten wir unseren Beitrag innerhalb des Unternehmens leisten, - als Differenzierungsfaktor im Leistungsportfolio von Arvato Supply Chain Solutions.“

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