Fahrerlose Transportsysteme für effiziente Prozesse

Lagerautomatisierung mit FTS-Lösung

Arvato Supply Chain Solutions hat in seinem Logistikzentrum in Landsberg bei Halle ein mehrstufiges Pilotprojekt zur Automatisierung seiner Standorte gestartet. In einem ersten Schritt übernimmt dort ein fahrerloses Transportsystem (FTS) die Produktionsentsorgung. Das ist nicht wenig: Pro Tag fallen dort zwischen acht und zehn Tonnen Folie und Pappe an, was dem Volumen von rund 250 Großmüllbehältern entspricht.

Um diese der fachgerechten Entsorgung zuzuführen, mussten die Mitarbeiter bislang jeden Tag rund 15,5 Kilometer zurücklegen. Diese Aufgabe übernehmen nun vier selbstfahrende Transportfahrzeuge, die die Container mit dem Reyclingmaterial eigenständig zur Entsorgungsstation bringen.

Die autonomen Flurförderfahrzeuge, die sich frei im Raum bewegen können, navigieren per Lasertechnologie und nach einem systemisch hinterlegten Raumplan. Dazu ist der Standort im Vorfeld entlang der Transportwege mit zylindrischen Reflektoren an den Wänden, Regalen und Säulen aufgerüstet worden. Sie dienen als Navigationspunkte und werden von einem Laserscanner am Fahrzeug erkannt. Dadurch kann das Autopilot-System bis auf einen Millimeter genau gesteuert werden.

In der zweiten Phase, in der drei weitere fahrerlose Transportfahrzeuge hinzukommen, soll das ERP-System am Standort mitaufgeschaltet werden. Nach Fertigstellung der Schnittstellen wurden die ersten Live-Tests durchgeführt -  jetzt sollen nach und nach alle geplanten Prozesse aufgeschaltet werden. Zum einen ist das die Beräumung der Wareneingangsflächen, zum anderen das Ein- und Auslagern von Verbrauchsmaterial und Kartonagen in einem kleineren Hochregal-Bereich durch einen Schubmaststabler („Hightower“) auf einer Höhe von bis zu zehn Metern.

 

Projekt stützt Arvato Supply Chain Solutions-Strategie

Das FTS soll aber keine Mitarbeiter ersetzen, sondern Freiräume für Tätigkeiten schaffen, die wertschöpfender sind.

Das erhöht gleichzeitig die Effizienz des Standorts und minimiert die Kosten. Nach dem FTS-Einsatz in der Produktionsentsorgung steht als nächster Schritt in diesem Jahr die Automatisierung der Wareneingangsberäumung an, bevor in Phase drei die Ein- und Auslagerung der Hochregale mit rund 20.000 Stellplätzen folgt.

Dafür werden neue FTS hinzukommen, die mit einem Kamerasystem ausgestattet sind, um so eine eindeutige Identifizierung der Ladungsträger und der Transportaufträge sicherzustellen.

Zudem ist für die weitere Umsetzung der Automatisierungsstufen die systematische Integration des Autopilot-Systems in das interne SAP-System notwendig, an der bereits gearbeitet wird.

Arvato Supply Chain Solutions kann dazu auf eine hohe IT-Kompetenz zurückgreifen, denn bereits heute werden innovative digitale Lösungen für die gesamte Supply Chain von der Beschaffung bis hin zur Abrechnung entwickelt, mit denen die stetig steigenden Ansprüche der Kunden an Transparenz, Lieferfähigkeit und Qualität sowie der Wunsch nach individualisierten Produkten, Leistungen oder Mehrwerten erfüllt werden.

Der Arvato-Standort in Halle/Landsberg

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